Der Pfanneflicker

1. Strophe


Wer sein Handwerk gut versteht
der leidet keine Not,
und wer es fleißig üben tut
der hat sein täglich Brot.
Herr Pfannenflicker,
zieh nur hinaus
und ruf dein flick, flick, flick
von Haus zu Haus.

2. Strophe


Er kam in eine große Stadt,
vor ein großes Haus,
darinnen war ein Mägdelein
das schaute beim Fenster hinaus.
Herr Pfannenflicker
komm nur herein,
es wird schon irgendwas
zum flicken sein.

3. Strophe


Sie gab ihm eine Pfann in d`Hand,
die war voll Rost und Ruß,
in der Mitte war ein Löchelein,
so groß wie eine Nuss.
Herr Pfannenflicker
Nimm dich in acht,
dass du das Löchelein
nicht größer machst.

4. Strophe

Und als die Pfann geflicket war,
da war sie wieder ganz,
da nahm das schöne Mägdelein
den Pfanneflicker bei der Hand.
Herr Pfannenflicker
schwingt seinen Hut,
adijö, adijö mein Schatz
der Fleck hält gut.

5. Strophe


Und als neun Monat vorüber waren,
da brach die Pfann entzwei,
dann schrieb das schöne Mägdelein
ein kleines Briefelein.
Herr Pfannenflicker
komm doch zurück,
du host bei der Nacht die Pfann
nicht richtig g´flickt.