Nassereither Schellerlaufen

Zu den wenigen Orten Tirols, in denen die alten überlieferten Fasnachtsbräuche heute noch lebendig sind, zählt Nassereith im Tiroler Oberland.  Wochenlang hält dieser alte Brauch den ganzen Ort in seinem Bann und verwandelt die kleine Tiroler Gemeinde zur Hochburg der Fasnacht.

Die Ortschaft folgt im Drei-Jahres-Rythmus einer jahrhundertealten, fast mystischen Tradition:  Dem Nassereither Schellerlaufen, der wohl farbenprächtigsten Fasnacht im gesamten Alpenraum.

Alter, bodenständiger Brauch

Klar festgelegte Regeln, über Jahrhunderte überliefert, legen den Ablauf des Nassereither Schellerlaufens ganz genau fest. Im Mittelpunkt des Schellerlaufens steht der Sieg des Frühlings über den Winter, der in den Figuren des Bären und des Bärentreibers verkörpert wird.

Jede der großen Tiroler Fasnachten hat ihre Eigenheiten, das Nassereither Schellerlaufen ist neben seiner Farbenpracht vor allem auch durch die unvergleichlichen und ausdruckstarken Holzmasken heimischer Künstler bekannt.

Die glanzvollen und in Seide gehaltenen Gewänder und Kostüme der  Scheller, Roller, Kehrer, Spritzer, Sackner, Schnöller und Kübelemaje sorgen für die unvergleichliche Farbenpracht des Umzuges. Die handverarbeiteten und mit kunstvollen Stickereien versehenen Fasnachtsgewänder sind Unikate und verleihen jeder einzelnen Fasnachtsfigur eine unverwechselbare Note.


Gemeinsam mit diesen Hauptmasken der Nassereither Fasnacht sorgen Hexen, Karner, aufwändig gestalteten Festwägen und zahlreichen weiteren traditionellen Masken und Figuren für ein unvergessliches Erlebnis in Nassereith.

Seit September 2012 ist das „Nassereither Schellerlaufen“ – immaterielles Kulturerbe der UNESCO!