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Countdown - Schellerlaufen 2013


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...bis zum 03 Februar 2013 / 12:00 Uhr

Die wichtigsten Figuren unserer Fasnacht.....

Der Ruaßler

hat einen enganliegenden Rock mit einer Kapuze, die eine aufrecht stehende Feder ziert. Der Rock und die Kapuze sind reich mit farbigen Flecken benäht. Sein Beinkleid ist eine farbige Pumphose, weiße oder farbige Strümpfe und leichtes Schuhwerk. In der einen Hand hält er einen Besen, in der anderen einen Stofflappen, der in Ruß getaucht ist.
Das Ruaßeln, das heißt einen Strich in das Gesicht des Opfers machen, geschieht nicht mit Gewalt, sondern durch listiges Beschleichen. Ehe man sich versieht, hat man schon einen schwarzen Strich im Gesicht. Den Besen mit beiden Händen waagrecht haltend, springt der Ruaßler mit beiden Beinen hoch, um die Freude über den gelungenen Streich zum Ausdruck zu bringen.

Der schöne Zug

Der Schöne Zug hat seinen Namen nicht umsonst. Die Figuren des Schönen Zuges übertreffen durch ihre Farbenpracht alle anderen Masken.Der Scheller hat seinen Namen von den großen Schellen, wovon er drei hinten trägt, und eine vorne in der Mitte. Er schwingt sie im Schellerschritt, und zwar so, dass die Klöppel unten und oben anschlagen. Die Schellen haben ein Gewicht von 20 - 30 kg. Seine Kleidung, eine Bluse aus bunten Stoff, eine ebensolche Hose, sind mit Flitterwerk verziert. Die Maske ist eine schnauzbärtige Holzlarve. Auf dem Kopf trägt er eine Krone die mit Blumen und Spielhahnfedern erhöht ist. Zum Kronenreif der ebenfalls mit bunten Steinen und Flitterwerk verziert ist, gehört auch ein kleiner Spiegel. In der Mitte zwischen den Spielhahnfedern steht eine Pfaufeder, viele bunte Bänder, mindestens 30 - 40 Stück fallen aus dem Kronenreif über die Schultern und den Rücken des Schellers. Die Strümpfe sind schwarz, ebenso die Halbschuhe, die eine Pelzverbrämung tragen. In den weiß behandschuhten Händen hält er einen Stab, der das Schellen erleichtert. Dem Scheller voran hüpft und tänzelt der Roller.Der Roller ist ähnlich geklei-det, nur hat er an Stelle der Pumphose, einen bunten mit Borten und Flitterwerk verzierten Rock. Die Maske stellt einen jungen Mann mit Oberlippenbärtchen dar. Um die Mitte hat er einen breiten Gurt, der mit glänzenden Rollen besetzt ist, die durch das Hüpfen zum Erklingen gebracht werden.Dem Roller und Scheller voran geht, ebenso tänzelnd und hüpfend  der Kehrer. Er ist größer als der Roller, gleich gekleidet, hat aber keine Rollen, sondern trägt in seinen Händen einen schön verzierten Reisstrohbesen. Die Larve hat zum Unterschied vom Roller auch einen Kinnbart.  

Maje, Spritzer und Sackner

Scheller, Roller und Kehrer werden von mehreren Masken begleitet, die fix zur Gruppe gehören.  Die Maje umkreist  in tänzelnden Schritten die Gruppe und besprengt das Publikum mit Wasser. Die Maje stellt ein junges Mädchen in der Tracht einer Sennerin dar.

Von einer weiteren Figur wird die Gruppe begleitet, es ist der Spritzer, den es in zwei Formen gibt, den Mohrenspritzer und den Engelspritzer. Die Kleidung besteht aus einem pelzverbrämten weiten Mantel und kurzen Röckchen aus bunten Stoffen. In der Hand halten sie eine ca. 1 Meter lange Spritze aus Messingrohr und bespritzen damit das Publikum mit Wasser. Unter  Mantel und Rock tragen die Engelspritzer einen weißen Pullover und eine weiße Strumpfhose, der Mohrenspritzer dasselbe in schwarz.  Die Maske ist beim Engelspritzer eine helle Mädchenlarve, beim Mohrenspritzer eine dunkle Mohrenlarve. Auf dem Kopf tragen beide eine Perücke weiß bei diesem, schwarz beim anderen, auf dieser sitzt eine Krone mit Straußenfedern. Die Spritzer flankieren und umkreisen ihre Gruppe.

Die Paarle

Zwischen den Schellergruppen gehen immer wieder Paarle im Schönen Zug mit. Da kommt zum Beispiel der Bauer mit seiner Bäuerin, Fischer mit Fischerin, Jäger mit Jägerin und Andere. Die Bekleidung entspricht ihren Stand und ist nicht streng geregelt.

Die Schnöller

So genannt nach dem Knall,  (schnöllen) der beim Schwingen ihrer langen Goasln (Peitschen entsteht. Die Bekleidung des Schnöllers besteht aus: weißes Hemd,  kurzer Lederhose, darunter eine lange weiße Unterhose, weiße Strümpfe und Zipfelkappe.   

Die Bärengruppe

Die Bärengruppe ist die Hauptgruppe der Nassereither Fasnacht, dreht sich doch alles um den Bärenkampf, dem Kampf zwischen Frühling und Winter. Die Bekleidung des Bären ist aus schwarzen Schaffellen hergestellt, ebenso der Bärenkopf und die Schuhe. Der Bärentreiber trägt eine lange blaue Hose, einen aus groben, braunen Rupfen gefertigten Frack, schwarze Stiefel und in der Hand einen langen, dicken Bergstock. Die Maske des Bärentreibers ist eine der wertvollsten Larven der Nassereither Fasnacht. Auf dem Kopf trägt der Bärentreiber eine mit grauen Strähnen durchzogene, schwarze Perücke und darüber eine flache, rote Mütze.

Der Bärensammler ist ähnlich gekleidet, er hält in den Händen einen langen Stock mit einem Sack daran, ähnlich dem Klingelbeutel in der Kirche. Der Bärenpfeifer trägt einen braunen Frack und eine weiße Hose, am Kopf eine Art Fez. Eine Blechtrommel mit Schlegel und eine Pfeife sind seine Ausrüstung.

Die Hexenschar

Zur Hexenschar gehören folgende Masken: Die Hexenmutter, sie ist die Herrscherin,  dann 13 Hexen, das Hexennale (Großmutter) der Hexenvater oder Hexenmeister, er ist auch für die Hexenmusik zuständig. Die Hexenmusik besteht aus mindestens 13 Buben, die mit verschiedenen Blasinstrumenten ihre Musik produzieren.

Die Kleidung der Hexen besteht aus einem roten Rock, weißer Schürze und weißer Bluse, die Kopfbedeckung besteht aus einem roten Tuch. Die Hexen tragen anstelle der Larven nur eine Nase mit vielen Warzen. Die Kleidung der Hexenmutter besteht aus langen Rock, färbiger Bluse und einem  bunten Schultertuch. Sie trägt eine prächtige Holzlarve, die neben der Bärentreiberlarve eine der beeindruckendsten Larven der Fasnacht  ist. Der Hexenvater ist mit einem grünen Frack und weißer Hose bekleidet.

Die Hexenmusiker sind als Zwerge mit roter Hose, blauer Bluse und hoher roter Mütze sowie schwarzen Stiefeln bekleidet.
Zur Ausrüstung der Hexen gehört ein Besen aus Birkenreisern mit knorrigen Stiel, die Hexenmutter hat anstelle des Besens eine lange Rute, ebenfalls aus Birkenreisig. Der Hexenvater hält in der Hand als Zeichen seiner Würde einen dicken Stock mit den er den Takt für die Hexenmusik angibt.
Die Heimat der Hexen ist der große Hexenwagen mit wechselnden Aufbauten, das Nale sitzt hinten auf der Treppe und strickt. Der Hexenwagen folgt beim Umzug hinter dem Bär.

Die Karner

Die Karner sind ein landfahrendes Volk, die mit ihrem Karren dem „Hoamatle“ durch die Straßen ziehen. Das Karnervolk besteht aus der Karnermutter, dem Karnervater und einer ganzen Menge von Söhnen mit ihren Frauen, Töchter mit ihren Männern, und auch Nachwuchs ist schon vorhanden.
Jeder der Männer hat ein Geschäft, es gibt unter anderen: Pfannenflicker, Scherenschleifer, Besenbinder, Korbflechter, Schirmmacher und ähnliche Berufe, Gekocht wird auf offenen Feuer auf der Straße. Die Bekleidung der Karner ist entsprechend ihren Berufen ausgewählt. Besonders originell die wunderbaren Larven der Karner, die  in dieser Form sicher nirgends zu sehen sind. Ihre Hei-mat der zweirädrige Karren ist mit einer Plane überspannt, in der Mitte thront die Karnermutter, während der Karnervater zwischen den zwei Deichseln, der Londe, für die Lenkung des Gefährtes verantwortlich ist.

Alle Mitglieder müssen Hand anlegen, wenn der Karren durchs Dorf zieht. Eine Ziechorgel für die nötige Musik darf natürlich nicht fehlen.
Der Karren wird nach dem Umzug vor den Gasthäusern abgestellt, Leute aus dem Publikum versuchen diesen dann zu stehlen, zu verziehen. Die Karner sind natürlich auf der Hut und die Diebe werden meistens gleich eingefangen und einer entsprechenden Strafe zugeführt, das heißt sie werden in den Karren gezerrt und haben ihren Obolus zu entrichten.

Die Labere

Die Labera ist eine Gruppe, welche die Vorkommnisse im Dorf in den letzen Jahren in Form von Gedichten und Liedern in satirischer weise zum Vortrag bringt. Manchmal hat die Labera auch einen Wagen oder ein Gefährt wo die Mißgeschicke auch bildlich dargestellt sind. Die Bekleidung ist nicht fix vorgegeben.

Die Sängergruppe

Immer wieder treten auch Sängergruppen auf, die in den verschiedensten Bekleidungen, das Publikum mit ihren Liedern und Gstanzln unterhalten.  

Die Festwagen

Ebenso ist es mit den Wagen, es ist kein bestimmtes Thema vorgegeben, hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, und es ist immer wieder erstaunlich welche Dinge hier zustande kommen.  

Alle Mitglieder müssen Hand anlegen, wenn der Karren durchs Dorf zieht. Eine Ziechorgel für die nötige Musik darf natürlich nicht fehlen.
Der Karren wird nach dem Umzug vor den Gasthäusern abgestellt, Leute aus dem Publikum versuchen diesen dann zu stehlen, zu verziehen. Die Karner sind natürlich auf der Hut und die Diebe werden meistens gleich eingefangen und einer entsprechenden Strafe zugeführt, das heißt sie werden in den Karren gezerrt und haben ihren Obolus zu entrichten.